Sportlich starten wir in die Woche! Bei Julien, Jeremy und Stephan aus Köln dreht sich, wie der Name schon vermuten lässt, alles ums Rad. Ihr werdet überrascht sein, welche Schmuckstücke hier aus alten Fahrrädern gezaubert werden. Echte Unikate mit einem Hauch Nostalgie. Die erschwinglichen Preise sollten jeden Interessenten seiner letzten Zweifel berauben.

 

1. Wer steckt hinter dem Label 'Upcycles Wunschrad'? Stellt euch kurz vor!

Julien Bazoge:
Maschienenbau-, Werkstoffingenieur und Fahrradfachmann aus Frankreich. Jahrelange Berufserfahrung in London und Köln macht ihn zum Experten für handgefertigte Bambusrahmen UND zu einem wandelnden Fahrradlexikon.

Jeremy Laurent:
Pariser Vintageconnaisseur und Fachmann für die Aufbereitung von Gebrauchtteilen, Rahmen und Zubehör. Mit seinem besonderen Blick für Stil und Qualität sorgt er für eine kompetente Mischung aus neu und alt. Seine eigenen hohen, um nicht zu sagen perfektionistischen Ansprüche überträgt er gerne auf das gesamte Team.

Stephan Helms:
Entfaltet seine Leidenschaft für Fahrräder nicht nur in den Beinen, sondern auch auf der Zunge. Er ist Ansprechpartner für ausgiebige und kompetente Beratungsgespräche und vertritt Upcycles mit Enthusiasmus nach außen. Schon als Jungspund verbrachte er jede verfügbare Minute seiner Freizeit mit dem Aufbereiten von Unikaten.

 

2. Welche 3 Stichwörter beschreiben euer Label am besten?

  • Nachhaltig
  • Umweltbewusst
  • Einzigartig

 

3. Wie ist es zu eurem Projekt gekommen?

Als Fahrradliebhaber haben wir alle unsere Wege zunächst allein beschritten, bis uns der Zufall zusammengeführt hat.
Julien hat in London eine Werkstatt geleitet und danach in Frankreich an der Entwicklung von Bambusrädern gearbeitet. Stephan hat zeitgleich in Köln Vintageräder im kleinen Rahmen an- und verkauft. Julien und Stephan kannten sich aus früheren Kölner Zeiten und entschlossen sich 2013  gemeinsam zu arbeiten. 2014 lernten die beiden durch gemeinsame Bekannte Jeremy kennen und freundeten sich an. Jeremy hat bereits in Glasgow und Frankreich mit Vintagerädern gearbeitet. Anfang 2015 wuchs die Idee, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, und im April 2015 wurde Upcycles Wunschrad ins Leben gerufen.

 

4. Was dient euch als Insprirationsquelle?

Als Inspirationsquelle dient uns der Bestand an erstklassigen und einmaligen Fahrrädern. Unsere Erfahrung im Straßenradsport, auf dem Rad und im Atelier, sowie die Zusammenarbeit und die Wünsche unserer Kunden gepaart mit dem eigenen Anspruch, immer besser zu werden und erstklassige, individuelle Unikate zu kreieren, geben uns immer wieder neue Anreize und Ideen. Die Welt steht im Wandel und das bedeutet auch, dass wir unsere Mobilität anpassen werden, das macht es spannend.

 

5. Warum überhaupt Recycling/ Upcycling?

Wir haben uns bewusst für Upcycling entschieden, da es nachhaltiger und sinnvoller ist. Auch im privaten Rahmen vertreten wir die Philosophie, Dinge lieber zu reparieren, als sie zu entsorgen. Wir möchten aktiv dem vorherrschenden Trend des Wegwerfens und Neukaufens der modernen Konsumgesellschaft entgegenwirken.

Klassische Räder haben eine Seele und einen Charakter. Sie erzählen eine Geschichte und sind häufig noch von Hand gemacht. Neuräder verkaufen kann jeder, das ist keine Kunst. Wir lieben die Herausforderung, die Handwerkskunst, das alte Fett an 40 Jahre alten Rahmen und vor allem das Resultat nach getaner Arbeit sowie das Lächeln im Gesicht der Kunden, wenn sie ihr Wunschrad fahren.

Die Geometrie und das Fahrverhalten klassischer Rahmen sind außergewöhnlich gut. Das Material ist widerstandsfähiger als moderne Materialien. In der Zeit zwischen den 50er und den 90er Jahren gab es keine Sollbruchstellen, die Räder halten bei guter Pflege sehr, sehr lang. Das macht sie wertvoll für die Zukunft.

 

6. Wie viel % Recycling stecken in eurem Produkt?

Zwischen 30-100 %. Die Rahmen und diverse Komponenten sind fast immer gebraucht. Schätzungsweise sind etwa 50 % an jedem Wunschrad upgecycelt und 50 % Neuteile.

 

7. Mit welchen Materialien arbeitet ihr?

Am liebsten arbeiten wir mit Stahl, Leder, Holz und Bambus.

 

8. Könnt ihr von dem Projekt leben?

Die Firma ist noch sehr jung und wir geben uns Mühe, ein gutes Preis-Leistungs-Erlebnis anzubieten. Wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen, von der Arbeit ein solides und faires Einkommen für uns zu erwirtschaften.

 

Bonusfragen

9. Was ist euer Ausgehtipp für eure Stadt?

Wir gehen selten aus, aber entspannen uns nach getaner Arbeit gern beim Boulespielen am Rathenauplatz, beim Grillen im Luisenviertel, oder fahren Abends eine Runde mit unseren Fahrrädern.

 

10. Was sind eure Top 3 Musiktitel?

Julien: Bonobo / Noctuary

Jeremy: Bloody Beetroots / Warp

Stephan: Gangstarr / Moment of Truth

 

Hier geht's zur Homepage und zur Facebook-Seite!

Wer die Jungs am liebsten mal persönlich besuchen möchte, findet sie hier:

Widdersdorferstraße 246 im Luisenveedel, Köln