Wie man unschwer erkennen kann, war dieser Pullover bereits dazu verdammt, aus dem Kleiderschrank zu verschwinden, und musste aus dem Restesack gezogen werden. Die Falten erzählen seine Leidensgeschichte. 

Um möglichst viel aus dem alten Stück zu machen, sollte man die Anordnung der einzelnen Teile genau planen. Am besten den Pullover zuerst auf links drehen und dann mit Schneiderkreide direkt auf den Pullover zeichnen. Diese Linien dienen später beim Nähen zur Orientierung. Wer eine Overlock-Machine zur Hand hat, sollte diese nutzen, ansonsten tut es auch ein Zick-Zack-Stich und ein etwas dickeres Garn mit einer gewöhnlichen Nähmaschine.  

Simpel und schnell ist hier das Motto. 30-45 min reichen je nach Erfahrung völlig aus, um Stirnband, Mütze und Handschuhe zu schneidern. Unsere Handschuhe sind leider etwas klein geworden, aber mit einem etwas größeren Pulli ist das sicher kein Problem.


1. Stirnband

Theoretisch könnte man auch gleich zwei Stirnbänder aus diesem Pulli machen. Einfach die Ärmel abschneiden und Maß nehmen. Wie groß muss das Stirnband sein, damit es bequem sitzt? Dann mit der Schneiderkreide die Form festlegen. Dieses Stirnband ist etwas schmal, aber das ist Geschmackssache … Den Ärmel auf links drehen und zuerst die Längsnaht entlang der Linie nähen, dann auf rechts drehen und die Enden vernähen. Mit einer Zick-Zack-Schere jeweils die überstehenden Stoffränder kürzen. Um die Naht zu verdecken, ein Stück Stoff zu einem kleinen Schlauch nähen und auf der Innenseite des Stirnbands zusammennähen. 

2. Mütze

Auch hier ist Maß nehmen der erste Schritt, damit die Mütze später genau die richtige Größe hat. Verfügt der Pullover über einen Bund, ist das die perfekte Stelle um anzusetzen, so leiert die Mütze später nicht so schnell aus. Länge und Form der Mütze aufzeichnen, entlang der Linie beide Teile auf links zusammennähen und wieder mit der Zick-Zack-Schere die Stoffränder kürzen. 

3. Handschuhe

Für die Handschue eine Schablone auf Papier vorzeichnen. Die Hand auf ein Blatt Papier legen, die Form mit einem Stift nachzeichnen und ausschneiden. Die Schablone – einmal mit Daumen links, einmal mit Daumen rechts – mit der Schneiderkreide auf den Pullover übertragen. Beide mit einer Nahtzugabe von ca. 3 cm ausschneiden und vor dem Nähen die unteren Ränder einschlagen.

Zum Schluss alles vernähen, mit einer Zick-Zack-Schere die Stoffränder kürzen und die Rundungen, wenn nötig, mit der Schere ausbessern.  

MerkenMerken