Plastik vermeiden. Wenn man es tatsächlich einmal ausprobiert, stößt man sehr schnell an seine Grenzen. Dennoch gibt es ein paar Tipps, die man auch im Alltag schnell und einfach berücksichtigen kann:

  1. Mehrweg statt Einweg. Zu den gängigen Einwegprodukten gibt es auch Alternativen, doch sie sind in vielen Supermärkten häufig gut versteckt. Milch, Joghurt, Gewürze, …, wenn auffindbar, im Glas oder der Flasche kaufen.
     
  2. Plastiktüten vermeiden. Beim Einkaufen die eigene Tasche mitbringen. Bei Obst und Gemüse komplett auf die Verpackung verzichten und die gewünschte Menge als Stückzahl in den Einkaufswagen legen. 
     
  3. Seifenstücke statt Flüssigseife. Es gibt sogenannte Shampoo-Steine, die das flüssige Haarshampoo ersetzen. Bei diesen Seifen ist lediglich der Wasseranteil entzogen, deshalb ist die Plastikverpackung nicht mehr nötig.
     
  4. Leitungswasser aus der Glastrinkflasche. Zum einen spart ihr das lästige Kistenschleppen und ihr trinkt Wasser, das strengeren Qualitätskontrollen unterliegt als Mineralwasser. Die Testergebnisse Stiftung Warentest belegen: Leitungswasser in Deutschland hat eine gute Qualität. Wasser aus Plastikflaschen kann zudem durch die enthaltenen chemischen Stoffe belastet werden.
     
  5. Shampoos, Deos, Lotions, …, die Mikroplastik enthalten, vermeiden. Eine Liste der Produkte zur täglichen Körperpflege, die Mikroplastik enthalten, findet ihr im BUND-Einkaufsratgeber. Nicht erschrecken, die Liste ist sehr lang. Beim Einkauf gibt ein Blick auf Inhaltsstoffe oft ebenfalls Aufschluss. Achtet einfach auf: Polyamid (PA), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyethylenterephtalat (PET).
     
  6. Auf Coffe 2 Go im Plastikbecher verzichten. Die meisten Kaffeebecher zum Mitnehmen sind immer noch komplett oder teilweise aus Plastik und machen in ihrer Summe sehr viel aus. Laut deutscher Umwelthilfe, werden allein in Deutschland jährlich ca. 2,8 Milliarden Platikbecher verbaucht. Diejenigen, die auf den Coffee 2 Go nicht verzichten möchten, können alternativ einen Mehrwegbecher verwenden oder die eigene Tasse zum Auffüllen mitbringen.
     
  7. Unverpackt einkaufen. Es gibt immer mehr unverpackt-Läden in Deutschland, d.h. die Produkte werden unverpackt angeboten und können in gewünschter Stückzahl und Menge gekauft werden. Die Behälter können von zu Hause mitgebracht oder vor Ort geliehen und gekauft werden.
     
  8. Regionale Lebensmittel kaufen. Entweder auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern. Hier kann man sicher sein, dass die Ware nicht schon verpackt zum Verkauf angeboten wird und man kann genau die Menge kaufen, die man auch wirklich braucht.
     
  9. Die Plastikverpackung im Supermarkt zurücklassen. Damit gebt ihr das Problem an den Handel und die Hersteller zurück, denn sie müssen sich nun um die Entsorgung kümmern, und je mehr Menschen ihren Abfall vor Ort im Supermarkt zurücklassen, desto größer wird der Aufwand für den Handel.
     
  10. Beim Einfrieren von Lebensmitteln auf Papiertüten oder Einmachgläser umsteigen. Das funktioniert in den meisten Fällen genauso gut wie Gefrierbeutel oder Plastikdosen.

Habt ihr weitere Tipps, die man unbedingt berücksichtigen sollte?
Wir würden uns freuen, wenn ihr sie mit uns teilt.

Titelbild © Steven Depolo, Flickr